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Öffentlichkeitsarbeit

Die Pressekonferenz

Grundsätzlich gilt: Pressekonferenzen und -gespräche sind nur dann sinnvoll, wenn das Thema nicht durch eine Pressemitteilung vermittelt werden kann.

Wie läuft eine Pressekonferenz ab?

Von den Redaktionen werden Pressekonferenzen immer weniger besetzt. Nur besonders wichtige Anlässe oder komplizierte Themen rechtfertigen die Entscheidung, eine Pressekonferenz zu veranstalten.
Pressekonferenzen und -gespräche bieten die Möglichkeit, komplexe Sachverhalte umfassend darzustellen und den Journalisten detaillierte Hintergrundinformationen anzubieten. Im Unterschied zum Pressegespräch, das im kleineren, lockeren Rahmen abläuft, ist eine Pressekonferenz eher formell aufgebaut. In jedem Fall gilt:

  • Das Thema muss klar und unmissverständlich festgelegt sein.
  • Der Termin muss medienfreundlich geplant werden. Übliche Beginnzeiten sind vormittags zwischen 10.00 und 11.00 Uhr.
  • Eine Pressekonferenz sollte nicht länger als eine Stunde dauern.
  • Die wichtigsten Informationen, Zahlen, Fakten findet der Journalist auf einem Handout
  • Nach den Eingangsstatements der Personen am Podium haben die Fragen der Journalisten Priorität. In diesem Dialog muss freilich immer auch mit kritischen Fragen gerechnet bzw. müssen diese auch beantwortet werden.

Einige Tipps:

Wie verhalte ich mich in der Interviewsituation?

Folgende Hinweise sollen eine Hilfestellung für erste Interviewerfahrungen bieten. Mit Ergänzungshinweisen unterstützen Sie die Arbeit der Pressestelle und helfen gleichzeitig anderen Kollegen bei der Vorbereitung.

Gute Vorbereitung bewahrt vor Fehlern

Was ist das genaue Gesprächsthema? Überlegen Sie sich EINE Hauptbotschaft, die Sie vermitteln wollen. Nachträgliche Korrekturen sind kaum möglich. Daher VOR dem Interview genau festlegen, was Sie sagen wollen/können/dürfen. Überlegen, welche Fragen gestellt werden könnten. Eventuell griffige Sätze vorbereiten, die Sie verwenden können. Stichworte aufschreiben, aber: Niemals Antworten ablesen, stets frei sprechen!

Klare Frage - klare Antwort

Bringen Sie Ihre Hauptaussagen auf den Punkt: Bei Journalisten gefürchtet sind Personen, die nach einer Frage in einen nicht endenwollenden Plauderton verfallen. Klare Fragen ohne lange Ausschweifungen beantworten. Aussagen, die nicht zitiert werden sollen, am besten gar nicht tätigen. Wenige Hinweise, die das Wesentliche des Themas klar zum Ausdruck bringen, sind für die Arbeit der Redakteure hilfreich und helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

In der Ruhe liegt die Kraft

Lassen Sie sich durch ein Mikrofon nicht aus der Ruhe bringen. Bleiben Sie natürlich, Medienvertreter sind weder Ungeheuer noch Übermenschen! Das Sprechtempo bleibt moderat und gemäßigt. Nützen Sie das Interview als Chance, Ihre Botschaft einem breiten Publikum näher zu bringen!

Verständlichkeit vor Fachjargon

Scheuen Sie sich nicht vor einer möglichst einfachen Art zu formulieren. Es gelten ähnliche Hinweise wie beim Punkt "Wie formuliert man eine Presseaussendung?": Kein Fachchinesisch, kurze, einfache Sätze, keine zu komplizierten Gliedsatz-Konstruktionen. Je bildhafter Sie sprechen, desto besser werden Sie verstanden.

Verschiedene Mediengattungen - verschiedene Anforderungen

Unterschiedliche Medien haben unterschiedliche Anforderungen. Wortwahl und Formulierung hängen wiederum von der Zielgerichtetheit und Mediengattung ab (Nachrichten oder Unterhaltung, Wirtschafts- oder Jugendmagazin usw.). Das Fernsehen braucht kamerataugliche, herzeigbare Bilder. Beachten Sie außerdem bei Fernseh-Interviews Ihr Outfit. Für ein Interview mit dem Radio ist ein ruhiger Raum wichtig.

Keine Vorbehalte - kein Problem

Wer auf Repräsentanten der Medien offen und unvoreingenommen zugeht, hat einen enormen Vorteil gegenüber allen in Medienfragen defensiv Agierenden. Vorbehalte gegen die Presse in einer Interviewsituation zu äußern ist nicht nur unpassend, sondern unhöflich. Darauf zu achten ist aber ebenso, dass das Verständnis von Journalisten als "Partner" am Weg in die Öffentlichkeit nicht in ein – zumeist peinliches - Hofieren der Redakteure ausartet.