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Öffentlichkeitsarbeit

18.12.2002

Montanuni: Forschung für Europa am „Eisernen Vorhang“

50 Jahre unterschiedlicher Regionalpolitik und fehlender Zusammenarbeit entlang des sogenannten “Eisernen Vorhangs” haben tiefe Spuren hinterlassen. Sie zu beseitigen, ist Aufgabe eines EU-Projektes unter der Leitung von Leobener Wissenschaftern.

Quer durch Europa zeichnen sich die Grenzgebiete entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs durch ihre Heterogenität hinsichtlich des ökologischen Gleichgewichts, der Landnutzung, der sozioökonomischen Struktur sowie der landwirtschaftlichen und industriellen Entwicklung aus.

„Iron Curtain“ 

Das Projekt „Iron Curtain“ gehört innerhalb des 5. Rahmenpro­gramms der EU zum Teil „Lebensqualität und Management lebender Ressourcen“ und ist verbunden mit der Leitaktion „Nach­haltige Land- und Forstwirtschaft sowie integrierte Entwicklung ländlicher Gebiete, einschließlich Berggebieten“. Es spricht insbesondere den Schwerpunkt „Neue Instrumente und Modelle für die integrierte und nachhaltige Entwicklung ländlicher und anderer relevanter Gebiete“ an.

Projektziel „umweltgerechte Entwicklung“ 

„Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines auf der vielfältigen Erfahrung der Projektpartner fußenden Sets von Methoden, das zu einer Standardvorgehensweise für die integrierte Ressourcenanalyse, -bewertung und -bewirtschaftung auf der Grundlage einer dauerhaft umweltgerechten Entwick­lung weiterentwickelt werden soll“, so Dr. Hans Kürzl von der Montanuniversität Leoben. „Diese wird in mehreren Fallstudien entlang eines europäischen Nord-Süd-Profils erprobt und skaliert. Daraus wird ein generisches Modell entwickelt, das sich auf andere Räume entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs übertragen und anwenden lässt“, so Kürzl weiter. Einschlägige Nutzer finden sich hauptsächlich in Institutionen der Regional- und Agrarpolitik, der Regionalplanung und des Natur- und Umweltschutzes.

Projektleitung in Leoben 

Die Projektleitung liegt in den Händen der Abteilung für Technische Ökosystemanalyse an der Montanuniversität Leoben unter Vorstand: Prof. Jürgen Wolfbauer. Für das Projektmanagement ist Dr. Hans Kürzl verantwortlich. Die Aufgaben für die Forscher der Montanuniversität liegen in den Bereichen Projektplanung und Konzeption, Erstellung der Projektanträge, Partnermanagement sowie in den Themenbereichen Entwicklung von Bewertungsmethoden, Regionalwirtschaft und Ökosystemforschung.

Internationale Zusammenarbeit 

Projektpartner sind neben der Montanuniversität Leoben die Aristotle University of Thessaloniki, das Institut für Geographie und Angewandte Geoinformatik der Universität Salzburg, Interconsult International ASA in Oslo, GEO Ltd. aus Prag, Geonardo Ltd., Budapest, die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Universität Miskolc in Ungarn.

Weitere Informationen: 

Dr. Hans Kürzl Abteilung für Technische Ökosystemanalyse der Montanuniversität Leoben, Tel. 03842 402-853, E-Mail: ironcurt@unileoben.ac.at