Von Oxford nach Leoben

Mit Prof. Peter Schumacher hat das Institut für Gießereikunde der Montanuniversität einen neuen Ordinarius, der sich in Oxford und Cambridge durch seine hervorragenden wissenschaftlichen Tätigkeiten einen internationalen Namen gemacht hat.

Professor Peter Schumacher hat seine persönlichen Wurzeln in der Hansestadt Bremen. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Braunschweig dissertierte er in Cambridge zum Thema „Heterogene Keimbildung in Aluminiumschmelzen“. Aufgrund der Erkenntnisse aus dieser Arbeit folgten in Zusammenarbeit mit der „Aluminium Canada (Alcan)“ zahlreiche wissenschaftliche Projekte, und Prof. Schumacher erhielt von der Universität in Oxford die Einladung, sich über dieses Thema zu habilitieren.

Entscheidung für die Montanuni 

Im Herbst des vergangenen Jahres ereilte ihn der Ruf an die Montanuniversität. „Die Entscheidung nach Leoben zu gehen fiel unter anderem deshalb, weil hier mit dem ÖGI, dem Österreichischen Gießerei-Institut, eine Forschungseinrichtung mit dem Universitätsinstitut mehr oder weniger verknüpft ist“, erklärt Schumacher, der die Montanuniversität damit gegenüber zahlreichen anderen Angeboten bevorzugte.

Wissenschaftliche Schwerpunkte 

Die neuen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit am Institut für Gießereikunde werden sich mit der Leitung durch Professor Peter Schumacher auf heterogene Keimbildungsvorgänge in Magnesium, Aluminium und Stahl sowie Eisenguss erweitern. In grundlagenorientierten Mikrostrukturuntersuchungen von Gussgefügen mit elektronenmikroskopischen Methoden soll über wichtige gusstechnische Prozessschritte Auskunft gegeben werden, welche die mechanischen Werkstoffeigenschaften und letztendlich die Bauteilgestaltung beeinflussen.

Zusätzlicher Schwerpunkt wird die Sauberkeit von metallischen Schmelzen sein, welche die mechanischen Kennwert, wie Dauerschwingfestigkeiten dramatisch beeinflussen kann. Neue Gießwerkstoffe, wie nano-kristalline, quasi-kristalline und „Bulk Metallische Gläser“ werden als Funktions- und Struktur-Gießbauteile untersucht werden, um neue Märkte zu erschließen. 

Internationale Ausrichtung 

„Für die Zukunft der Montanuniversität Leoben wird unter anderem mitentscheidend sein, wie gut man die Kompetenz in Sachen Forschung nach Außen transportieren kann,“ meint Schumacher, „und auch die weitere Internationalisierung des Studiums muss im Zeitalter der Globalisierung zügig vorangetrieben werden.“.

Weitere Informationen: 

Univ.-Prof. Dr. Peter Schumacher 
Institut für Giessereikunde 
Tel.: +43 3842 402 401 
Fax.: +43 3842 402 603 
E-Mail: giesskd@notes.unileoben.ac.at