Internationaler Physik-Nachwuchs wetteifert in Leoben

Bereits zum siebenten Mal ist die Montanuniversität Leoben Austragungsort des Physik-Schülerwettbewerbs „Austrian Young Physicists Tournament (AYPT)", der von 5. bis 7. Mai 2011 rund 110 Jung-Physiker aus der ganzen Welt nach Leoben lockt.

Dieser Ausscheidungsbewerb für die Physik-WM findet auch heuer wieder in Kooperation mit dem "Neuen Gymnasium" Leoben statt. Auch das „Forschungsforum junger Physiker“ ist maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt. Schulteams aus ganz Österreich sowie internationale Teams aus Russland, der Slowakei, dem Iran, Tschechien, der Türkei und Weißrussland nehmen am Ausscheidungswettbewerb in Leoben teil. Das beste heimische Team wird Österreich bei der diesjährigen WM in Teheran vertreten. „Die österreichischen Siegerteams errangen 2009 bei der Teamweltmeisterschaft in China und letztes Jahr in Wien jeweils den zweiten Platz, das bisher beste Ergebnis, das Österreich seit Beginn der Physik-Teamweltmeisterschaften erreicht hat", erläutert Dipl.-Ing. Georg Hofferek vom Forschungsforum.

Mit den Augen eines Forschers

Insgesamt erhalten die Teams 17 wissenschaftliche Aufgabenstellungen, die während des Turniers in Form von Präsentationen und wissenschaftlichen Diskussionen in englischer Sprache behandelt werden. Durch die Erforschung komplexer physikalischer Probleme, für die auch Physikexperten keine Ad-hoc–Lösungen geben können, werden die Schüler in die typische Situation eines Forschers versetzt und erleben Forschung hautnah. Während der mehrmonatigen Vorbereitungszeit stellen die Schüler Hypothesen für Lösungen auf, erarbeiten physikalische und mathematische Modelle, Computersimulationen und nehmen häufig auch Kontakt zu Universitäten auf. Die Schülerinnen und Schülern entwickeln dabei oft eine große Begeisterung für Physik und viele Teilnehmer entscheiden sich anschließend für ein technisch-naturwissenschaftliches Studium. „Für uns bietet diese Veranstaltung eine ausgezeichnete Möglichkeit, jungen naturwissenschaftlich interessierten Talenten aus Österreich und Europa die Montanuniversität zu präsentieren und den Schülerinnen und Schülern ein Studium an unserer Universität schmackhaft zu machen", erläutert der Rektor der Montanuniversität Leoben Wolfhard Wegscheider.

Eigenständige Theoriebildung und kreatives Experimentieren

„Die Förderung von wissenschaftlich-kreativem Experimentieren und eigenständiger Theoriebildung sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen steht bei den Vorbereitungen zu diesem Ausscheidungsturnier im Vordergrund", so der verantwortliche Lehrer und Physikexperte Dr. Gerhard Haas. „Aber auch auf die dabei zu erwerbenden Schlüsselqualifikationen, wie zum Beispiel Entscheidungsfähigkeit, Teamfähigkeit und Sprachkompetenz, wird großer Wert gelegt."

Die Montanuniversität, die Universitäten Graz, Wien und Salzburg, die TU Wien und die TU Graz sowie das österreichische Kompetenzzentrum für Didaktik der Physik stellen einen Großteil der Juroren, vor denen die Teilnehmer die erarbeiteten Lösungen präsentieren müssen.

Die offizielle Eröffnung dieses internationalen Wettbewerbes findet am Donnerstag, 5. Mai 2011, um 18.00 Uhr in der Aula der Montanuniversität Leoben statt.

Weitere Informationen:

Dr. Gerhard Haas
Tel.: 0676/7019116
E-Mail: haas(at)aypt.at