Header Bild

Öffentlichkeitsarbeit

25.04.2019

Neun Nationen beim internationalen Physik-Wettbewerb

Nach einigen Jahren in Wien findet der nationale Ausscheidungswettbewerb für die Physik-WM, der Schülerwettbewerb „Austrian Young Physicists Tournament“ (AYPT) heuer bereits zum fünfzehnten Mal an der Montanuni Leoben statt. Die fünf besten heimischen Teilnehmer am AYPT werden Österreich im Juli bei der WM in Warschau vertreten.

Teilnehmer der AYPT

Dieser Physik-Weltcup für Schülerinnen und Schüler zählt zu den größten Herausforderungen, denen sich physikinteressierte Jugendliche stellen können. Von 25.bis 27. April werden physikbegeisterte Teilnehmer aus neun Nationen in Leoben erwartet. Da der österreichische Ausscheidungswettbewerb offen ausgetragen wird, nehmen neben österreichischen Schulteams auch Teams aus der Deutschland, dem Iran, Polen, Russland, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Weißrussland teil.

Der Wettbewerb für die diesjährige Physik-Weltmeisterschaft in Warschau findet auch heuer wieder unter der Leitung von Dr. Gerhard Haas in Kooperation mit dem Neuen Gymnasium Leoben und Dipl.-Ing. Michael Scherbela / Dipl.-Ing. Martin Schnedlitz und ihrem Team vom Verein „Forschungsforum junger Physiker“ statt. Austragungsort des internationalen Wettbewerbs ist die Montanuniversität Leoben. „Diese Veranstaltung ist eine wunderbare Gelegenheit, den jungen Teilnehmern die Faszination der Naturwissenschaften näherzubringen und damit eine Entscheidungshilfe für die Studien- bzw. Berufswahl zu bieten“, erklärt der Rektor der Montanuniversität Leoben Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder.

Eigenständiges Forschen und Experimentieren
In der mehrmonatigen Vorbereitungszeit für den Wettbewerb erleben die Schüler Forschung hautnah: In Teams müssen die Jugendlichen für komplexe physikalische Problemstellungen Lösungsansätze erarbeiten und in Form von Präsentationen und wissenschaftlichen Diskussionen in englischer Sprache vorbereiten. Neben Sprachkompetenz entwickeln die Jung-Physiker Schlüsselqualifikationen wie Entscheidungs- und Teamfähigkeit. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit wie auch die Verteidigung der Lösungen in der Diskussionsrunde werden von einer internationalen Expertenjury bewertet. Die extrem schwierigen Aufgabenstellungen haben auf die Teilnehmer offenbar keine abschreckende Wirkung und werden eher als willkommene Herausforderung in dem Wettbewerb, der Begabungs- und Interessensförderung auf höchstem Niveau ist, wahrgenommen. Dafür investieren die Schüler und auch ihre betreuenden Lehrer auch einen großen Teil ihrer Freizeit.

Junge Talente für Wirtschaft, Forschung und Industrie
Das grundlegende Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung des Interesses von Schülern an Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT-Fächer). Die Veranstaltung wird von der Stadtgemeinde Leoben, dem Rotary-Club Leoben, dem Land Steiermark, von der Wirtschaftskammer Österreich, von der steirischen Industrie, also von der Sparte Industrie der WKO Steiermark und der Industriellenvereinigung Steiermark unterstützt. Auch die Firma Anton Paar aus Graz, Weltmarktführer in verschiedenen Bereichen der Messtechnik zählt zu den Sponsoren.

„In der Schule mag das bisweilen anders erscheinen, aber die Naturwissenschaften und speziell Physik und Mathematik haben einen enormen Wert. Sie sind die Basis für den wissenschaftlichen Fortschritt, der sich in der Industrie und in unserem Alltag niederschlägt. Anton Paar investiert 20 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, wo wir im Zusammenspiel aus Physik, Chemie, Mathematik und anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen unsere Messgeräte verbessern und neue Messlösungen entwickeln. Ob Zahnpasta, Benzin, Schokolade oder Bier, überall helfen unsere Messgeräte auf Basis physikalischer Prinzipien beim Herstellen hochwertiger Produkte für uns alle. In dem Sinn ist es besonders wichtig, dass junge Menschen begeistert von Naturwissenschaften sind, weil das letztlich unsere Zukunft sichert“ erklärt Dr. Friedrich Santner, Geschäftsführer von Anton Paar.

Auch andere international agierende Unternehmen wie Infineon unterstützen die Veranstaltung sehr gerne. „Begabungen früh zu erkennen und zu fördern ist eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Als High-Tech-Unternehmen engagieren wir uns daher auf vielfältige Weise im Bereich der MINT-Fächer, denn interessierte und talentierte junge Menschen von heute sind unser Potenzial von morgen. Die Physik-WM, die entsprechende Rahmenbedingungen für die Jugend schafft, ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Diese Investition in die Jugend kommt nicht nur uns, sondern auch dem Technologie-und Forschungsstandort Österreich zugute,“ meint Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria.

Hervorragende Ergebnisse. Österreich wurde Europameister.
In den letzten Jahren gelang es dem österreichischen Team, das beim Wettbewerb in Leoben gefunden wurde, dreimal Vizeweltmeister zu werden, zweimal hinter Korea, einmal hinter Singapur; im Vorjahr gelang es dem österreichischen Team in Peking eine Bronzemedaille zu erringen. Im vergangenen September fand in Timisoara/ Rumänien erstmalig auch eine Europameisterschaft statt, an der das österreichische Team unter der Leitung von Dr. Peter Poier teilnahm und den Wettbewerb auch gewinnen konnte.

Weitere Informationen:
Dr. Gerhard Haas
Tel.: 0676/7019116
E-Mail: haas@aypt.at