Tagung über EU-Umweltschutzrichtlinie

Die IPPC-Richtlinie der EU über die integrierte Vermeidung von Emissionen steht im Mittelpunkt einer Tagung am 6. März an der Montanuniversität Leoben.

"IPPC-Richtlinie - Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung in Österreich" ist der Titel der Tagung, die die "Technologieakademie der Montanuniversität" zusammen mit dem Leobener Institut für Entsorgungs- und Deponietechnik und dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe am 6. März von 9 bis 16.30 Uhr an der Montanuni veranstaltet.

Die IPPC-Richtlinie (Integrated Pollution and Prevention Control) der EU besagt, so der Leobener Umwelttechniker Dr. Wolfgang Staber, dass "Umweltschutzmaßnahmen in einem Industriebetrieb nur dann umgesetzt werden können, wenn es insgesamt in der Umweltbilanz zu keiner Verschlechterung kommt". Baut ein Betrieb zum Beispiel einen Luftfilter ein, darf es in Folge nicht zu einer verstärkten Bodenbelastung bei der Deponierung der Luftfilter kommen. 

Von der rechtlichen zur praktischen Umsetzung 

In der österreichischen Industrie gibt es, so Staber, noch Verunsicherung über die Vorgangsweise bei der Verwirklichung der IPPC-Richtlinie. Diese Tagung soll aufzeigen, was Sinn dieser Richtlinie ist und wie die praktische Umsetzung durchgeführt werden kann. Die EU-Richtlinie wird von mehreren Fachleuten anhand von betrieblichen Bespielen erläutert. Über die generelle Einstufung von IPPC-pflichtigen Anlagen wird Dr. Rudolf Donninger, Umweltpolitik-Experte der Wirtschaftskammer, referieren.

Als betriebliche Spezialisten konnten die Veranstalter Johann Sigmund, Umweltbeauftrager der Voestalpine Stahl, Dipl.-Ing. Eberhard Reil, Geschäftsführer der FHKW Spittelau Fernwärme Wien, sowie Dr. Walter Fürst, Geschäftsführer der Wolfram Bergbau- und Hütten-Gesellschaft, gewinnen. 
Aus Sicht der Vollzugsbehörden werden Dipl.-Ing. Gisela Wolschner von der Kärntner sowie Mag. Udo Stocker von der steirischen Landesverwaltung das Thema erläutern. Zusätzlich wird Rechtsanwalt Dr. Markus Frank über die rechtlichen Aspekte bei Industrieunfällen referieren. 

Weitere Informationen: 

Dr. Wolfgang Staber, Institut für Entsorgungs- und Deponietechnik der Montanuniversität, Tel. 03842 46103-59, E-Mail: wolfgang.staber@unileoben.ac.at