Verstärkung für die Werkstoff-Forschung

Mit Prof. Bruno Buchmayr kehrt ein gebürtiger Leobener und Absolvent der Montanuni nach mehreren nationalen und internationalen beruflichen Stationen als neuer Ordinarius für Verformungskunde in seine Heimatstadt zurück.

Professor Buchmayr wurde 1954 in Leoben geboren und inskribierte nach der Matura an der Montanuniversität Leoben die Studienrichtung Werkstoffwissenschaften, die er im Jahre 1980 mit Auszeichnung abschloss. Im Anschluss daran dissertierte er bei Professor Fischmeister am Institut für Metallkunde.

Graz – Ontario – Graz 

Der berufliche Weg führte Prof. Buchmayr sodann nach Graz, wo er zusammen mit Prof. Cerjak federführend am Aufbau des Instituts für Werkstoffkunde und Schweißtechnik beteiligt war. Nach einem einjährigen Gastaufenthalt im Rahmen eines Erwin-Schrödinger-Stipendiums des Wissenschaftsfonds FWF an der McMaster Universität in Hamilton, Ontario, kehrte Buchmayr als Leiter des Christian-Doppler-Labors für „Computermodellierung werkstoffkundlicher Vorgänge und Verarbeitungstechnologien“ nach Graz zurück. Seit 1999 fungiert er auch als „Key Researcher“ im MCL (Materials Center Leoben) und im Kplus-Zentrum „Das virtuelle Fahrzeug VIF“ der TU Graz. 

Neue metallische Werkstoffe für Automobilindustrie 

Die Hauptaufgaben am Institut für Verformungskunde, das demnächst in „Institut für Umformtechnik“ umbenannt werden soll, sieht der neue Ordinarius vor allem in der Weiterentwicklung metallischer Werkstoffe in Hinblick auf die Produktentwicklung für die Automobilindustrie. „Wenn man die Entwicklung der Stahlindustrie anschaut“, so Buchmayr, „wie beispielsweise bei Krupp-Thyssen oder bei der voestalpine mit ihrer neuen Division VA-Motion, dann sieht man deutlich, dass der Trend weg vom Halbzeug hin zum Fertigprodukt geht, aus dem einfachen Grund, weil die Wertschöpfung beim Fertigprodukt eine wesentlich höhere ist.“ „Wir müssen uns in Hinkunft auch auf universitärem Boden in dieser Richtung weiterentwickeln“, meint Buchmayr abschließend. 

„Global denken, lokal handeln“ 

„Internationalität in der Forschung ist unabdingbar, will man an der vordersten Forschungsfront mit dabei sein“, meint Buchmayr, „deshalb werden wir die bereits vorhandenen Kontakte wie etwa nach Japan und Amerika weiter forcieren.“ Aber auch in der starken steirischen „Forschungsszene“ plant Buchmayr Kooperationen einerseits mit der TU Graz, andererseits aber auch mit dem großen Automobilkonzern Magna, der die heimische Wirtschaft nachhaltig beeinflusst. 

Weitere Informationen: 

Univ.-Prof. Dr. Bruno Buchmayr 
Institut für Verformungskunde 
Tel.: +43 3842 402 210 
Fax.: +43 3842 402 212 
E-Mail: bruno.buchmayr@notes.unileoben.ac.at