Großes Interesse für "Advanced Surface Engineering"

Auf großes Interesse bei Unternehmensvertretern aus den verschiedensten Branchen stieß das Seminar "Advanced Surface Engineering" über Oberflächentechnologien im Werkzeug-, Maschinen- und Automobilbau sowie in der Energie- und Medizintechnik. Die Vortragsveranstaltung war am 7. April von Montanuniversität, Joanneum Research, Materials Center Leoben und NanoSurface Engineering Center veranstaltet worden.

Das aus Technikern, Ingenieuren, Wissenschaftern und Führungskräften zusammengesetzte Publikum konnte sich aus erster Hand über Prozesstechnik, Schichtwerkstoffe, aktuelle Trends und zukünftige Einsatzgebiete sowie über die experimentellen Möglichkeiten der Veranstalter informieren. Dies zeigt einmal mehr eindrucksvoll, dass Oberflächentechnologien zunehmend branchenübergreifend zur Herstellung von funktionalen Oberflächenbeschichtungen und -modifikationen eingesetzt werden.

Die Breite an verfügbaren Beschichtungstechnologien, die experimentelle Ausstattung und das Wissen über das gezielte Engineering von Oberflächenschichten an den Standorten Leoben und Niklasdorf führten zu einer deutlichen Erweiterung der Anwendungsbereiche von modernen Oberflächentechnologien. Heute reichen die Anwendungsgebiete vom Verschleißschutz von Werkzeugen über die Reibungsreduktion bei Komponenten für den Maschinenbau und funktionale Schichten für den Motorenbau oder die Solartechnik bis zu biokompatiblen und bioaktiven Filmen für die Medizintechnik.

Zweiter Tagungsschwerpunkt neben den neuen Erkenntnissen der Dünnschichttechnik waren die plasma- und laserunterstützten Verfahren zur Aufbringung von neuartigen Dickschichten.

Vorträge maßgeblicher Experten

Neben den Referenten aus den Reihen der Veranstalter konnten maßgebliche Vortragende wie der Pionier der Dünnschichttechnologien Prof. Wolf-Dieter Münz, Vertreter der Unternehmen MIBA High Tech Coatings, Böhler Edelstahl, Rübig und Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology eindrucksvoll über den Entwicklungsstand und über Anwendungsperspektiven auf dem Gebiet des Advanced Surface Engineering berichten. Abgerundet wurde das Vortragsprogramm durch Besichtigungen der Laborausstattungen an den Standorten Leoben und Niklasdorf.

Mit der Veranstaltung konnte klar gezeigt werden, dass die Forschungseinrichtungen Montanuniversität und Joanneum Research eindeutig ein Zentrum für moderne Schichtentwicklung in Österreich bilden. Die aufgebaute Expertise und die moderne Infrastruktur machen diese Institutionen zum ersten Ansprechpartner für innovative Unternehmen.

Für die Unterstützung der Veranstaltung wird den Sponsoren Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend im Rahmen des Programmes Research Studios Austria, der Bundesnanoinitiative und der FFG sowie dem Land Steiermark mit seinen Initiativen Nanonet Styria und Materials Cluster Styria herzlichst gedankt.

Weitere Informationen:

Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Christian Mitterer
Lehrstuhl für Metallkunde und metallische Werkstoffe der Montanuniversität Leoben
Tel.: +43/(0)3842/402-4220
E-Mail: christian.mitterer[at]unileoben.ac.at